Weinglas

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Weststeiermark

(432 ha)


Ungewöhnlich sind auch die Bodenbeschaffenheit des Gebietes, mit vorwiegend Gneis- und Schieferurgestein, sowie das so genannte illyrische Klima, mit südeuropäisch-mediterranen Einflüssen und relativ hohen Niederschlägen. Das Zusammenspiel all dieser Eigenheiten erklärt auch ein wenig die Einzigartigkeit des Weintyps, der hier auf Schritt und Tritt begegnet.

Die Weststeiermark ist das klassische Schilcherland, denn auf dem Großteil der Rebfläche wächst Blauer Wildbacher, eine uralte Rebsorte, die als Grundlage für den rosafarbenen Wein dient, der eine beinahe unglaubliche Erfolgsgeschichte erlebt hat. Ursprünglich ein rustikaler Bauernwein mit aggressiver Säure, verwandelte er sich durch kontinuierliche Qualitätsverbesserungen unter den Händen ambitionierter Winzer zu einem begehrten Getränk: vom frisch-fruchtigen Aperitif bis hin zu raffinierten Süßweinen.

Nicht zu unterschätzen auch die roten Varianten, die mit ihrer individuellen Stilistik eine Bereicherung auf dem Sektor Terroir-Wein in Österreich darstellen.

 

Das kleinste Weinbaugebiet der Steiermark ist ein uraltes Weinland, in dem schon Illyrer, Kelten und später Römer Weinreben kultivierten.

Die Weingärten ziehen sich in einem schmalen, langen Band bis zu 600 Meter Seehöhe an den Ausläufern der Koralpe und des Reinischkogels nach Süden bis zur slowenischen Grenze. Die Lage bedingt tagsüber starke Erwärmung und schützt vor rauen Winden.

Steile Hänge mit malerischen kleinen Kellerstöckeln sind zu überwinden, tiefe Täler zu durchqueren auf dem Weg von Ligist im Norden über St. Stefan ob Stainz bis nach Deutschlandsberg und Eibiswald.

Abstecher in Weinorte wie Greisdorf, Gundersdorf, Wildbach oder Wies bringen überraschende Perspektiven – beim Panorama ebenso wie beim Wein.


Nur 432 Hektar sind in der Weststeiermark mit Reben bepflanzt, doch daraus schaffen die Winzerfamilien eine verblüffende Vielfalt an Produkten: rassige, säurebetonte Schilcher, kraftvolle, tanninbetonte Rotweine sowie elegante, charmante Schaumweine. Das alles kommt allerdings aus einer einzigen Rebsorte, dem Blauen Wildbacher. Von ungeklärter Herkunft, steuert er in eine erfolgreiche Zukunft.

Für den Weintourismus ist der Schilcher ein wesentlicher Erfolgsfaktor, und die geschützte Herkunftsbezeichnung – nur Wein, der zu hundert Prozent aus der Rebsorte Blauer Wildbacher aus der Weinbauregion Steirerland gekeltert wurde, darf sich Schilcher nennen – bewahrt vor Wildwuchs.



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