WEINGUT NETZL

WEINGUT NETZL,

Carnuntum

 

Das Weingut Netzl kann schon auf eine lange Tradition zurückblicken. Es war früher mit einem ganzen Lehn verbunden und ist deshalb dementsprechend groß. Ursprünglich bestand er nur aus dem vorderen Teil wurde aber später immer größer. Wie die Wohnhäuser wurde vieles neu erbaut aber auch etliche alte Gebäude belassen. Der Gewölbekeller ist der älteste Teil. Er wurde Ende des 18. Jhdt. gegraben und einige Male um die Länge eines Fasses verlängert. 1956 und 1962 wurde der Keller durch Seitenröhren mit Zisternen und Altweinvinothek erweitert. Das Presshaus wurde 1918 erbaut und nach dem Krieg renoviert. Es wurde direkt vor die Kellerröhre gesetzt, so konnte Wetterunabhängig die Verarbeitung der Trauben durchgeführt werden.

Mitte der 60er Jahre erlangte Netzl Wein immer mehr Bedeutung und es kamen einige Erweiterungen des Kellers. 1965 wurden Gärständer für Rotwein aus Beton gebaut, die schon zu dieser Zeit den hohen Stellenwert des Rotweines im Betrieb erkennen lässt. 1967 wurde die linke Hofseite bis zum Presshaus als Flaschenlagerraum erweitert.

Im Betrieb wurden lange Zeit auch Kühe, Schweine und Hühner gehalten. Der Stadl, der 1931 erbaut wurde, wurde später für den Wein verwendet. 1977 wurde der Stadl isoliert und als Gärkeller genutzt. Die Gärgase können ebenerdig ins Freie entweichen und stellen dadurch keine Gefahr mehr dar. 1999 wurde gemeinsam mit vier anderen Betrieben eine neue, fahrbare Füllstraße gekauft. Aus diesem Grund wurde der Freilaufstall zu einen Füllraum und Flaschenlagerraum umgebaut. Zum Lagern der Barriquefässer und um einen klimatisierten Raum für den biologischen Säureabbau zu erhalten wurde 2001 ein Teil des Stadl isoliert und mit Heizung und Kühlung ausgestattet.